Interreg VA Euregio Maas-Rhein

Logo Interreg EMRWas ist Interreg?

Herausforderungen machen nicht an den Grenzen halt. Interreg fördert Projekte, die sich dieser Herausforderung annehmen und grenzüberschreitende Lösungen erarbeiten. Interreg ist ein Instrument der Europäischen Regionalpolitik und ein Synonym für die Europäische territoriale Zusammenarbeit.

Interreg A sind die Programme der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Grenzregionen. Europaweit gibt es 53 verschiedene INTERREG A Programme. Die Deutschsprachige Gemeinschaft beteiligt sich an zweien: Euregio Maas-Rhein und Großregion.

Interreg VA in der Euregio Maas-Rhein

Die Euregio Maas-Rhein zählt zu den ältesten Grenzregionen Europas. Seit Beginn der 90er Jahre führt die Euregio Maas-Rhein das INTERREG-Programm durch. Das INTERREG V Programm dauert von 2014 bis 2020. Die Projektaufrufe werden ab sofort auf dieser Seite bekannt gegeben.

Mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit beabsichtigen die Programmpartner, die Wirtschaftsstruktur in der EMR zu stärken. Dies in Übereinstimmung mit der EU2020-Strategie der Europäischen Union. Die EMR arbeitet auf eine moderne Wissens- und Technologieregion mit einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft und hoher Lebensqualität hin.

Ziele und Schwerpunkte

Das Interreg VA Programm Euregio Maas-Rhein verfolgt folgende Ziele :

  • Innovation : Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation
    Ziel ist die Förderung von Investitionen in Unternehmen (Forschung und Entwicklung), der Aufbau von Verbindungen zwischen der Unternehmens- und Forschungswelt, Technologietransfer und Innovation. Dabei ist wichtig dass die Forschungsprojekte zu Produkten oder Dienstleistungen münden, die auf dem Markt angewandt werden können.
    Einige mögliche Anwendungsbereiche:
    • Innovationsunterstützung für neue Produkte, Prozesse, Technologien und Dienstleistungen
    • Koordination zwischen den Akteuren der Forschungswelt,
    • Netzwerke, Zusammenarbeit von Clustern und Exzellenzzentren
  • Wirtschaft : Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU
    Diese Prioritätsachse unterstützt die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU). Gemeint sind Projekte, die zu Neugründungen, neuen Dienstleistungen, Netzwerken sowie zur Förderung des Unternehmertums und des Technologietransfers führen. Chancenreiche Cluster, Projekte zur Stärkung einer nachhaltigen Wirtschaft und Steigerung der Energieeffizienz gehören ebenfalls zur möglichen Projektaktivitäten. Die Prioritätsachse beinhaltet auch die Themen Kultur- und Kreativwirtschaft, Reindustrialisierungspolitik, soziales Unternehmertum sowie Energieeffizienz.
    Mögliche Anwendungsbereiche in diesem Thema sind z.B.
    • Entwicklung innovativer Technologien, die zur effizienteren Nutzung natürlicher Ressourcen beitragen oder Investitionen in Pilotprojekte zu erneuerbaren Energietechnologien
    • die Anregung und Schaffung innovativer Cluster im Bereich der rationellen Nutzung der Energien und natürlichen Ressourcen oder jeglicher Form der Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen in diesem Bereich
  • Soziale Inklusion und Bildung : Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung
    Diese Prioritätsachse zielt darauf ab,  zur nationalen, regionalen und lokalen Entwicklung beizutragen, indem in die Gesundheits- und soziale Infrastruktur investiert wird. Ungleichheiten in Bezug auf den Gesundheitszustand sollen verringert die soziale Inklusion durch besseren Zugang zu sozialen, kulturellen und Erholungsdienstleistungen und den Übergang von institutionalisierten zu gemeindenahen Diensten gefördert werden.
    ​Mögliche Anwendungsbereiche:
    • soziale Integration
    • benachteiligte Stadtviertel
    • ländliche Gebiete

Ein zweiter Themenbereich in dieser Prioritätsachse ist Bildung, Ausbildung, und Berufsbildung. Ziel sind auch die Entwicklung von Kompetenzen und lebenslanges Lernen. Ein Anwendungsbereich ist z.B. die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Programme für die allgemeine und berufliche Bildung und die Berufsausbildung.

  • Territoriale Entwicklung : Verbesserung der institutionellen Kapazitäten von öffentlichen Behörden und Interessenträgern durch Stärkung der institutionellen Kapazitäten und der Effizienz öffentlicher Verwaltungen und Dienste
    Diese Prioritätsachse zielt darauf ab, die Lebensqualität der Bürger zu verbessern. Dies soll durch Zusammenarbeit von Behörden, Institutionen und Verwaltungen erreicht werden. ​Mögliche Anwendungsbereiche:
    • Öffentliche Sicherheit
    • Kooperation der Arbeitsämter und Beratungsinstitutionen zum Abbau von Grenzhemmnissen
    • Projekte zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung.
    • Außerdem soll sie die Attraktivität des Gebietes steigern. Mögliche Anwendungsbereiche:
    • Natur
    • Tourismus
    • Kulturerbe
    • Mobilität

Budget

Um diese Ziele zu erreichen, stellt die Europäische Kommission dem Interreg VA Programm EMR 96 Millionen Euro zur Verfügung.

Interreg_VA_EMR_Mittelzuweisung

Der maximale EU-Zuschuss für Interreg VA- Projekte der EMR beträgt in der Regel 50% der förderfähigen Kosten. Die Projektlaufzeit ist auf  drei Jahre angelegt.

Das Kooperationsprogramm legt die Programmstrategie fest. Sie beschreibt  die Zielsetzungen, mögliche Aktivitäten und die Zielgruppen. Wenn die Europäische Kommission grünes Licht dazu gibt, können ab Anfang 2016 erste Projekte starten.

Programmländer

Die DG ist Teil des Kooperationsgebiets des Interreg VA Programms Euregio Maas-Rhein. Dieses umfasst folgende Länder und Regionen :

  • Belgien:
    • Provinz Limburg: Bezirke Hasselt, Maaseik, Tongeren und
    • Provinz Lüttich: Bezirk Lüttich, Bezirk Verviers-französischsprachige Gemeinden, Deutschsprachige Gemeinschaft
  • Deutschland:
    • Nordrhein-Westfalen: Städteregion Aachen, Aachen - kreisfreie Stadt, Kreise Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg und
    • Rheinland-Pfalz: Eifelkreis Bitburg-Prüm, Kreis Vulkaneifel
  • Niederlande: Provinz Limburg: Midden-Limburg, Zuid-Limburg

Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Partner aus folgenden Regionen an Projekten teilnehmen:

  • Niederlande: Provinz Noord-Brabant: Zuidoost-Noord-Brabant
  • Belgien:
    • Provinz Vlaams Brabant: Bezirk Leuven und
    • Provinz Lüttich: Bezirk Huy, Bezirk Waremme